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SV Blau Weiß Merzen e.V.

DFB würdigt Merzener Eigentor

„Fair ist mehr“ - Ehrung der A-Jugend

13.11.2013 09:18 Uhr | 1898 x gelesen

Fair Play – dieser Gedanke zählt auch heutzutage noch im Fußball. Die A-Junioren von Blau-Weiß Merzen haben das in der vergangenen Saison unter Beweis gestellt. Vom Deutschen Fußballbund (DFB) gab es dafür eine besondere Auszeichnung.
Jens Schawe, Trainer der A-Jugend des VfR Voxtrup, hatte die Merzener für eine Ehrung im Rahmen der DFB-Aktion „Fair ist mehr“ vorgeschlagen. Im Kreisligaduell in Voxtrup hatte der Unparteiische wegen der Verletzung eines Löwen-Akteurs die Partie kurzzeitig unterbrochen und danach mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt. Ein Merzener Spieler wollte den Ball in die Voxtruper Reihen zurückspielen, doch der in Richtung Voxtruper Strafraum gedroschene Ball landete per „Bogenlampe“ aus 35 Metern im gegnerischen Tor, wobei der VfR-Keeper noch die Finger im Spiel hatte. Schiedsrichter Damian Plank blieb nichts anderes übrig, als den Treffer anzuerkennen.
„Alle Spieler von Merzen und auch das Trainerduo zeigten nun eine einmalig faire Geste“, so Schawe in seiner Begründung. Die Voxtruper spielten den Ball nach dem Anstoß über die Mittellinie zum Gegner, der die Kugel in Richtung eigenen Strafraum laufen ließ. Per Eigentor brachten die Merzener den Ball unter dem Applaus des Gegners in den Maschen unter – der alte Abstand war wiederhergestellt. Dass die Partie mit 2:2 endete, freute beim Abpfiff wohl beide Seiten.
Das faire Verhalten der Merzener fand sogar im Fachmagazin „Kicker“ seinen Niederschlag. Nunmehr ehrte auch der DFB die Merzener, denn bei „Fair ist mehr“ gehören die Blau-Weißen zu den zehn Regionalsiegern auf Bundesebene. Heinz-Dieter Ebeling aus Gifhorn, Fair-Play-Beauftragter des Niedersächsischen Fußballverbandes, kam in die Löwenkampfbahn, um den Trainern Raimund Plog und Michael Vinke die entsprechende Urkunde und ein Präsent zu überreichen. Auch Kreisvorsitzender Bernd Kettmann ließ es sich ebenso wenig nehmen wie NFV-Kreisjugendobmann Hartmut Klocke (Bad Rothenfelde) und Staffelleiter Kurt Rietenbach (Schledehausen), bei der Ehrung dabei zu sein und den Merzener seinerseits ein Lob auszusprechen.
Beim anschließenden Beisammensein im Sportlerheim – Trainer und A-Junioren absolvierten zeitgleich ihre Übungseinheiten – war natürlich Fair Play ein spezielles Thema. Dabei ging es nicht nur um Adriano von Schachtjor Donezk, der im Champions-League-Spiel in Nordsjæll mit seinem Treffer eine Fair-Play-Diskussion ausgelöst hatte. Auch das Phantomtor von Stefan Kießling kam zur Sprache. „Nicht auszudenken, wenn diese Partie darüber entscheidet, ob Leverkusen in der kommenden Saison Champions League oder Europacup spielt“, brachte es einer in der Runde auf den Punkt.


(Bericht NOZ vom 12.11.2013, 15:51 Uhr, Josef Pohl)