Wir sind die Löwen
SV Blau Weiß Merzen e.V.

71:59 – Lions feiern gelungenen Hinrundenabschluss

Emotionaler Derbysieg nach starker Leistung


14.12.2009 12:46 Uhr | 1. Herren | 2022 x gelesen


Die Merzener Basketball-Löwen haben am vergangenen Samstag den erhofften Derbysieg gegen Bersenbrück geschafft und können nach zuvor zwei Niederlagen erstmal wieder durchschnaufen.
Damit ermöglichte man sich einen versöhnlichen Hinrundenabschluss.
Schafft man es nun den Schwung am kommenden Sonntag mit nach Delmenhorst zu nehmen, könnte man die negative Bilanz (4 Siege, 7 Niederlagen) weiter aufpolieren und im Tabellenmittelfeld überwintern.

Das Duell der beiden Lokalrivalen begann erwartet ausgeglichen. Nach einem stetigen Führungswechsel lagen die Merzener zum Ende des ersten Viertels mit 18:14 in Front.
Im zweiten Abschnitt konnten sich die Blauen erstmals absetzen. Toni Ricke belebte mit seinem Drive zum Korb immer wieder das Merzener Offensivspiel. Als die Bersenbrücker wieder herankamen, folgte ein weiterer Run, der den Löwen zwei Minuten vor der Halbzeitpause eine 12-Punkte-Führung bescherte.
Doch unverhofft kommt oft und so kam, was kommen musste: Wohl überrascht von der eigenen Überlegenheit agierte man überheblich und überhastet. Die Nachlässigkeiten in der Defensive wussten v.a. die stark aufspielenden Bremer-Brüder auf Bersenbrücker Seite zu nutzen und ließen den TuS auf zwischenzeitlich einen Punkte herankommen, ehe Topscorer Michael Grüter (22 Punkte) mit der Halbzeitsirene das Leder zum 41:38 durch die Maschen beförderte.
Nachdem Trainer Kuhlmann abermals den Laissez-faire-Stil seiner Mannschaft anprangerte, kamen die Lions erstmals seit vielen Spielen mit deutlich mehr Biss aus der Kabine und boten ein ganz starkes drittes Viertel. Während man viele Angriffe überlegt und erfolgreich abschließen konnte, wurde auch in der Defense ordentlich zugelangt: Das Aufbauspiel der Gastgeber wurde meist frühzeitig gestört und auch in der Zone machten die Center die Wege extrem eng und ließen kaum Korbaktionen zu. Allen voran Centerhüne Grüter wusste den Größenvorteil zu nutzen, gefiel durch unermüdliche Reboundarbeit und trug mit einigen geblockten Würfen dazu bei, dass man lediglich sieben Punkte zuließ. (Stand 3. Viertel: 55:45).
Zu Beginn der letzten Spielperiode machte der BWM die Partie nochmal unnötig spannend. Bersenbrück spielte noch einmal alles oder nichts. Viele Würfe verfehlten jedoch ihr Ziel, sodass man durch eine beherzte und aggressive Verteidigung und der nötigen Nervenstärke an der Freiwurflinie den Sieg über die Zeit rettete.
Unterm Strich boten die Lions eine ansprechende Leistung. Neben einer intensiven Verteidigung, war vor allem die Überlegenheit auf den großen Positionen der Schlüssel zum Erfolg.
Einziges Manko bleibt nach wie vor die Schussquote. Während man an der Freiwurflinie bereits zu mehr Sicherheit gefunden hat, fehlt nach wie vor die Gefahr von ganz außen, was eine Ausbeute von 0 Dreiern deutlich belegt.
Jedoch sollte das Positive aus diesem Spiel überwiegen. Wenn die Lions es schaffen das Selbstvertrauen aus der Partie mitzunehmen, dürften bald auch wieder die Köpfe frei werden und die Würfe ihr Ziel finden.

Endstand:

TuS Bersenbrück - BW Merzen 59:71 (14:18, 24:23, 7:14, 14:16)

Aufgebot Merzen:

# Name (Punkte)
4 Brinkmann
5 Grevemeyer (2)
6 Schwarz (9)
7 Wetstein (4)
8 Ricke (19)
9 Tiefenthaler
10 Lingens (8)
11 Imwalle
12 Herdemann (7)
14 Hugenberg
15 Grüter (22)







Am kommenden Sonntag (20.12., 15h) steigt das letzte Spiel in diesem Jahr, bevor es in die Winterpause geht.