10.04.2020 12:52 | Der Verein
(Quelle: http://www.bw-merzen.de/news.php?id=1230)

Fußballspiele mussten für den Durchgangsverkehr unterbrochen werden

Weiterer Auszug aus der neuen Vereinschronik

Die Gründer des Vereins hatten mit Problemen zu kämpfen, die heute kaum vorstellbar sind:
..... Eine der ersten Hauptaufgaben des neu gegründeten Vereins war es somit, durch den immensen körperlichen Einsatz vieler helfender Hände und die Investition vieler freiwilliger Arbeitsstunden aus dem brachliegenden Grundstück eine bespielbare Fläche zu schaffen. Somit flossen bereits vor der eigentlichen Ausübung des Fußballsports eine Menge Schweißperlen.
Der so entstandene Platz ist mit dem Zustand der heutigen Sportplätze nicht zu vergleichen. Er bestand aus Rasenflächen, aus Flächen, die mit Heide bewachsen waren, und aus Sandflächen. Heute würde man einen derartigen Sportlatz kaum noch als „schweres Geläuf“ umschreiben und keiner würde dort mehr Fußball spielen. Für die damalige Zeit reichte es allerdings vollkommen aus und man war froh, überhaupt einen Platz zum Fußballspielen zu haben.
Dass der erste Sportplatz noch vom Osterodener Kirchweg durchkreuzt wurde und man das Spiel für den „Durchgangsverkehr“ unterbrechen musste, konnte in den Pionierzeiten des Merzener Fußballs niemanden stören. Nachdem auch noch das erste „runde Leder“ angeschafft worden war, konnte der Spielbetrieb beginnen.

Wegerecht auf dem Sportgelände

In den Anfangsjahren des Spielbetriebs auf der Löwenkampfbahn durchkreuzte noch der Osterodener Kirchweg den Sportplatz. Einwohner, die diesen Weg nutzten, um in den Ort, zu den Gottesdiensten oder Sonntagsnachmittags zur Andacht zu gehen beziehungsweise sich wieder auf den Heimweg machten, hatten das Recht, den Platz zu überqueren. Deshalb musste man in solchen Situationen ein stattfindendes Spiel für den Durchgangsverkehr unterbrechen, die Einwohner konnten ihren Weg quer über den Sportplatz fortsetzen und das Spiel konnte erst danach fortgeführt werden. Dieser Umstand störte die Pioniere des Merzener Fußballs kaum. Die Rot-Weißen ließen sich trotz solcher Unannehmlichkeiten nicht von der Ausübung ihres Hobbys aufhalten und hatten viel Freude am Fußballsport. .....

Autor: Reinhard von der Haar



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