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SV Blau Weiß Merzen e.V.

TuS Bersenbrück stößt Merzen vom Thron

Gäste machen in der Löwenkampfbahn Rückstand wett und siegen im Derby 4:2.

10.09.2013 13:26 Uhr | 1. Herren | 1518 x gelesen

Der Spitzenreiter der Bezirksliga hat seinen Meister gefunden: In einem spannenden und abwechslungsreichen Derby hat der TuS Bersenbrück aus der Merzener Löwenkampfbahn mit 4:2 drei Punkte entführt und die Tabellenführung übernommen.

Eine Halbzeit lang dominierten die Gastgeber die Partie und gingen verdient 2:0 in Führung, mussten aber kurz vor der Pause den Anschluss hinnehmen, der für die Gäste zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt kam. Während die Überraschungself von Al Anozie unerklärlich nervös wurde und sich individuelle Fehler häuften, zahlte sich die spielerische Klasse der Gäste aus; die Elf von Trainer Frank Baier gewann, nach dem Spielverlauf unerwartet, sehr zur Freude ihres Anhangs doch klar. Ein Fehler von Torwart Christoph Bollmann begünstigte nach einer gelungenen Kombination das 1:0. Der nächste Rückschlag (24.) war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Abwehrchef Dato Romanovi, dem auch noch das zweite „Löwen“-Tor durch einen verwandelten Foulelfmeter folgte. „Jetzt lief es für uns optimal“, freute sich Anozie. Schwimmende Bersenbrücker hätten sich über einen höheren Rückstand nicht beklagen können. „Da ahnte ich nichts Gutes“, gestand Bersenbrücks Trainer und nannte die Führung „absolut verdient“. „Knackpunkt“ war für Merzens Trainer das 1:2 durch Mark Flottemesch nach einer Standardsituation. In der Kabine nutzte Baier die günstige Gelegenheit, nach dem Motto „Jetzt erst recht“ seine Spieler zu motivieren, nicht zuletzt für ihren Torwart zu kämpfen und seinen Patzer auszubügeln. Ein Foul am durchgebrochenen Gugo Tamojan, der wieder in der Startelf stand, führte zum Ausgleich (50.), was die Unsicherheit unter den „Löwen“ steigerte. Der TuS drückte auf die Führung, die Tamojan Mitte der zweiten Hälfte selbst besorgte. „Da war das Spiel gelaufen“, analysierte Baier nachher. In der Tat lief bei Merzen trotz lautstarker Unterstützung kaum noch etwas zusammen. Der vierte TuS-Treffer durch Andrej Homer nach einem weiteren Stellungsfehler war das „Sahnehäubchen“ auf Bersenbrücks Derbysieg, der Anozie gar nicht schmeckte. „Schlimmstenfalls unentschieden“ wäre für den 46-Jährigen ein gerechtes Ergebnis gewesen. Die Niederlage sei „bitter“: Der Gegner habe die „Löwen“ anfangs überhaupt nicht in den Griff bekommen und nur von Fehlern profitiert. „Das ist eine schöne Momentaufnahme“, warnte Baier, den guten Saisonstart überzubewerten.

Quelle: Bramscher Nachrichten

Aufstellung:
F. Rechtien - Strunk, D. Holstein, M. Baumann, Busch (86. Diekmann) - M. Rechtien, Erk - Reinik, Akbulut, Heeger (50. Kaunas) - J. Baumann (56. Dirkes)

Tore:
1:0 J. Baumann (22.), 2:0 M. Baumann (28., FE), 2:1 Flottemesch (40.), 2:2 Placke (48., FE), 2:3 Tamojan (70.), 2:4 Homer (73.)

Autor

Malte Baumann

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