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SV Blau Weiß Merzen e.V.

Löwen verlieren kurioses Spiel in der Schlussphase

Trotz zweimaliger Führung reichte es für unsere Erste am Sonntag beim Auswärtsspiel in Schledehausen nicht zu einem Punktgewinn, da man mit 2:3-Toren unterlag.

25.11.2014 10:14 Uhr | 1. Herren | 1009 x gelesen

Nachdem die Zweitvertretung der Gastgeber das Geläuf am Berg in der Gemeinde Bissendorf vor der hier beschriebenen Bezirksliga-Partie schon ordentlich bearbeitet hatte, entwickelte sich über die gesamte Spieldauer eine umkämpfte Partie auf tiefem und schwierig zu bespielendem Untergrund. Dennoch machten es die Gäste aus Merzen weitestgehend gut und hielten die Gastgeber oft vom eigenen Tor fern. Nachdem in einer vor den Toren recht ereignisarmen Begegnung nur unsere Löwen ein paar wenige Versuche auf das Tor der Sportfreunde wagten, war es der nun vollständig genesene Andreas Reinik, der nach schönem Zuspiel von Fabian von der Haar schnell schaltete und den Ball mit einem Flachschuss im Gehäuse unterbrachte. Mit dieser verdienten Gästeführung wechselten die Mannschaften auch die Seiten.

In der zweiten Hälfte zeigte sich auf dem kleinen Platz ein ähnliches Bild. Die Löwen-Defensive stand dank konzentrierter Abwehrarbeit und Ordnung im Mannschaftsverbund solide und sicher, während die Gastgeber zwar viel versuchten, ihre Offensive jedoch kaum in Szene setzen konnten. So musste eine Standardsituation für Aufregung sorgen, als ein Freistoß aus gut und gerne 30 Metern im linken oberen Winkel des Tores einschlug. Ein Traumtor, das die Löwen in Schledehausen in der Vergangenheit schon so oft kassierten. Doch nur wenige Minuten später stellte Andreas Reinik den alten Vorsprung wieder her, indem er durch einen Abstauber nach Aufsetzer von Henrik Strunk erfolgreich war. Die Gäste aus Merzen verpassten sowohl in den Minuten zuvor, als auch in den folgenden Minuten sich mit cleverer Spielweise gegen eine doch recht harmlose Schledehausener Mannschaft durch einen weiteren Treffer entscheidend abzusetzen und diese Führung konzentriert über die Zeit zu spielen. Auch die Überzahlsituation nach einer gelb/roten-Karte gegen einen Akteur der Heimmannschaft wurde nicht genutzt. Stattdessen wurde wenige Minuten vor dem Abpfiff ein langer Ball, der an diesem Tage häufig das Mittel war, mit dem Kopf ins eigene Tor bugsiert. Zuvor hatte Schlussmann Georg Glins die einzige wirkliche Torchance der Gastgeber zunichte gemacht. Für die Merzener kam es aber noch dicker. Mit der letzten Aktion des Spiels wurde der Ball nach zuvor geklärtem Eckball erneut in den Löwen-Sechzehner gebracht und gegen die Laufrichtung des Schlussmannes in das eigene Netz abgefälscht, sodass die Truppe am Ende mit leeren Händen dastand und wiederholt Gegentore in der Schlussviertelstunde kassierte. Eine Niederlage, die eigentlich so nicht zustande kommen darf.

Aufstellung
Glins – H. Strunk, D. Holstein, Erk, Keskin – Wessling, Rechtien – Reinik, Akbulut, von der Haar (55. Baumann) - Diekmann

Tore
0:1 Reinik (34.), 1:1 Stock (74.), 1:2 Reinik (80.), 2:2 Eigentor (88.), 3:2 Kolkmeyer (90.+3)

Stimmen zum Spiel
„Wir haben nicht schlecht gearbeitet. Mir fehlten in der Kabine die Worte. Im Fußball entscheiden die Tore, so einfach und brutal ist das.“ Al Anozie, Trainer BW Merzen

Autor

Malte Baumann

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